Bad Liebenstein


Bad Liebenstein, Natur, Sport, Erholung
Foto: pks M.Sündermann

Bad Liebenstein ist Thüringes ältestes und traditionsreichstes Heilbad. Seiner Entstehung verdankt der Ort den Mineralquellen und ihrer heilenden Wirkung.

1601 wurde der damalige Landesherr Herzog Johann Casimir von Sachsen-Coburg auf die Wirkung der Heilquelle, den "Suirborn" aufmerksam gemacht. In seinem Auftrag verfasst der damalige Coburger Gymnasialdirektor und angesehene Arzt, Chemiker und Universalgelehrte Dr. Andreas Libavius die Brunnenschrift Tractatus Medicus Physicus und Historia des fürtrefflichen Casimirianischen SawerBrunnen / unter Libenstein / nicht fern von Schmalkalden gelegen, die heute als eine der frühesten Brunnenschriften Deutschlands gilt.

Seinen Namen erhielt der Ort 1800. Herzog Georg I. von Sachsen-Meiningen kaufte das Amt Liebenstein. Er ließ die Orte Grumbach und Suirborn durch eine befestigte Straße verbinden und gab dem Ort den Namen Liebenstein.
Unter seiner Herrschaft entwickelte sich Liebenstein zu einem renommierten Kurbad mit illustren Gästen aus Adel, wohlbegüterten Bürgern und Künstlern.
Zahlreiche Kurgebäude entstanden in der Folgezeit. Nach seinem Ableben trieben erst seine Witwe Luise Eleonore und später sein Sohn Herzog Bernhard II von Sachsen-Meiningen die Entwicklung voran. 1888 ließ dessen Sohn Herzog Georg II von Sachsen-Meiningen das Schloss Altenstein im englischen Stil der Spätrenaissance umbauen.

1907 wurde Liebenstein durch den Deutschen Kaiser die offizielle Bezeichnung "Bad" verliehen. In den folgenden Jahren wechselten mehrfach die Eigentümer der Kureinrichtungen. Nach dem 2. Weltkrieg wurde Bad Liebenstein "Volksheilbad". 1959 erhielt Bad Liebenstein Stadtrecht.

Nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 entstanden drei neue Rehakliniken mit insgesamt rund 1.000 Betten. 2009 wurde das neue Kurhaus eröffnet.

Partnerstädte

  • Stadt Melsungen (Hessen) - Partnerschaftsvertrag seit 1990
  • Gemeinde Treon (Frankreich) - Partnerschaftsvertrag seit 1992

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