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Fördermittel übergeben: Stadion am Park kann gebaut werden

Viele Jahre haben vor allem die Sportvereine darauf gewartet: Nun rückt die Erneuerung des Sportplatzes in der Ruhlaer Straße in Bad Liebenstein in greifbare Nähe. Am Mittwoch, den 2. Juni, hat Landrat Reinhard Krebs im Beisein von Planern, Vereinsvertretern und Mitgliedern des Schulausschusses Fördermittel des Kreises in Höhe von 250.000 Euro an Bürgermeister Dr. Michael Brodführer übergeben. Mit dieser Summe beteiligt sich der Wartburgkreis wesentlich an den Baukosten des Projekts, die mit 1,66 Millionen Euro angesetzt sind. Weitere Förderungen in Höhe von circa 1 Million Euro erhält die Stadt Bad Liebenstein vom Freistaat Thüringen.

7 Personen stehen im Halbrund auf Wiese, in der Gruppenmitte übergibt Landrat Dokument an Bürgermeister

Landrat Reinhard Krebs erinnerte daran, dass die Diskussionen um den Bad Liebensteiner Sportplatz bereits Jahrzehnte alt seien und zeigt sich überzeugt, dass das Geld gut angelegt sei:

Jetzt beginnen wir, für ganz Bad Liebenstein eine Anlage zu schaffen, die allen Anforderungen genügt.

Wie bedeutend das Projekt „Stadion am Park“ – so soll die zentrale Sportstätte künftig heißen –  für die Stadtentwicklung ist, unterstrich Bürgermeister Dr. Michael Brodführer und verwies auf das Stadtentwicklungskonzept (ISEK), das seit 2016 der Stadt als Leitfaden dient:

Diese Sportstätte ist für die Sportler kaum noch nutzbar und hätte geschlossen werden müssen. Das  ISEK hat der Stadt Bad Liebenstein eine grundhafte Erneuerung, die Errichtung eines Kunstrasenplatzes und die anschließende Bereitstellung des Platzes für zahlreiche Sportvereine ins Aufgabenbuch geschrieben. Die Vorarbeiten sind gemacht, nun beginnt die bauliche Inwertsetzung, die dem Platz seine Bedeutung zurückgibt, die er regional für den Vereins- und Schulsport hat.

Vorgesehen sind zwei Bauabschnitte: Nach den aktuellen Planungen, die Dr. Daniel Rimbach vom Büro Rimbachplan vorstellte, entsteht nun in einem ersten Schritt ein Platz, der von verschiedenen Sportvereinen und dem Schulsport genutzt werden kann. Herzstück der barrierefrei zugänglichen Anlage wird der Kunstrasenplatz, der sowohl den Fußballvereinen der Ortsteile zur Verfügung steht, aber auch Platz für 16 Volleyballfelder bietet, damit das alljährliche Otto-Scharfenberg-Gedenkturnier stattfinden kann. Hinzu kommen eine Weitsprunggrube, eine 100 Meter-Bahn und eine umlaufende Asphaltbahn, nutzbar zum Beispiel für Rollerski. Geplant ist auch eine Anbindung zum Auenweg, sodass das Stadion zum Beispiel als Start oder Ziel bei Geländeläufen dienen kann. Eine Flutlichtanlage und Sitzreihen wird es ebenfalls geben. In einem späteren zweiten Bauabschnitt soll ein Funktionsgebäude hinzukommen, auch das Wasserrad im Elisabethpark möchte Bürgermeister Brodführer einbinden:

„Ich wünsche mir, dass es uns gelingt, die Wasserkraft unmittelbar vor Ort als Energiequelle für den Sportplatz nutzbar zu machen“.

Die Fördergelder fließen zunächst aber nur für den ersten Bauabschnitt. Ein paar Punkte werden also auch weiterhin im „Aufgabenbuch der Stadt“ noch abzuarbeiten sein.

Manfred Wagner vom Fußballverein SG Glücksbrunn Schweina nahm ebenfalls an der Übergabe der Fördermittel teil, um ein Ansichtsstück des zukünftigen Kunstrasenteppichs auszurollen. Auch wenn es anfangs noch kein eigenes Gebäude für Umkleiden geben wird, freut er sich, dass seinem Fußballverein nach langem Warten bald eine qualitätvolle Anlage als Trainings- und Ausweichplatz und für die Nachwuchsarbeit zur Verfügung steht:

Es dauere von der ersten Idee bis zur Umsetzung sechs bis sieben Jahre hat der Bürgermeister zu mir gesagt, das Versprechen hat er fast auf den Tag genau gehalten“

und Wagner betont zur Sicherheit dennoch: „Der Platz in der Kisseler Straße bleibt die Heimspielstätte unserer ersten Mannschaft.“

Der Bauausschuss der Stadt hat am 3. Juni den vorgelegten Plänen einstimmig zugestimmt. Nun sollen die Bauarbeiten so schnell wie möglich beginnen, die öffentlichen Ausschreibungen laufen.

Im Foto von links nach rechts: Udo Schilling (erster Kreisbeigeordneter und Dezernent für Schulen und Sport), Landrat Reinhard Krebs, Manfred Wagner (Vereinsvorsitzender SG Glücksbrunn Schweina), Bürgermeister Dr. Michael Brodführer, Susanne Rakowski (1. Beigeordnete Bad Liebenstein und Mitglied im Kreisausschuss für Schule, Kultur und Sport), Manfred Grob (Vorsitzender des Kreisausschusses für Schule, Kultur und Sport)

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