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Ruinensicherung auf der Burgruine Bad Liebenstein abgeschlossen

Auf der Burgruine Bad Liebenstein hat die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten (STSG) die Ruinensicherung zum Jahresende erfolgreich abgeschlossen. Knapp 800.000 Euro hat sie im Rahmen des Sonderinvestitionsprogramms I (SIP I) dafür aufgewendet. Gearbeitet wurde seit 2023 in drei Jahresabschnitten. Bis das Baugerüst vollständig abgebaut ist, bleibt die Burgruine noch gesperrt, anschließend ist sie wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.

Burgruine Bad Liebenstein mit Gerüst
Detail von Baustelle mit Gerüst, Fenstern und Natursteinnmauer

Zuerst war die Zugangsbrücke zur Burg statisch und steinrestauratorisch instandgesetzt worden. Dann wurden Mauerkronen saniert und große Teile des Mauerwerks der Kernburg innen und außenrestauriert. Auch Sandsteingewände von Fensteröffnungen wurde dabei restauriert und erneuert.

Dr. Doris Fischer, Direktorin der STSG, freut sich über die erfolgreich abgeschlossene Ruinensicherung: „Mit den Arbeiten an der Burgruine Bad Liebenstein konnten wir jetzt schon das fünfte von insgesamt 23 Projekten im SIP I erfolgreich abschließen. Dank der Förderung von Bund und Land konnten wir schnell umsetzen, was uns aus eigenen Mitteln kaum möglich gewesen wäre. Wir betonen damit auch: Die Burgruinen gehören genauso wie die großen Schlösser zu unserer Kulturlandschaft. Vielen Menschen in der Region liegen sie genauso am Herzen wie uns als Eigentümerin. Bewusst haben wir auch Burgruinen mit in das Denkmalrettungsprogramm aufgenommen.“

Nicht nur historisch wiegen die Burgruinen schwer, ihre Sanierung ist auch eine denkmalpflegerische Herausforderung, wie Projektleiter Philipp Brand von der STSG erklärt: „Die Burgruinen sind über die Zeit zum Teil des Naturraums geworden. Ihnen fehlen die schützenden Dächer, Wind und Wetter zehren an Naturstein und Mauerkronen. Unsere Leitlinie ist: Erhalten, konservieren und wo nötig behutsam ergänzen, dabei aber die Authentizität der Ruine bewahren. Das erfordert umsichtige Planung, viele Einzelfallentscheidungen und vor allem handwerkliches Geschick. Dank der Firmen, die Wind und Wetter getrotzt und gute Arbeit geleistet haben, konnten wir die Ruinensicherung jetzt abschließen.“

Das Sonderinvestitionsprogramm I der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten hat ein Volumen von insgesamt 200 Millionen Euro, mit dem 23 Sanierungsprojekte an Kulturdenkmalen in ganz Thüringen umgesetzt werden. Finanziert wird das Programm jeweils zur Hälfte vom Bund und vom Land Thüringen.

Bilder: Burgruine Bad Liebenstein während der Sanierungsarbeiten 2025, Foto: STSG, Constantin Beyer, Natursteinrestaurierung an der Burgruine Bad Liebenstein 2025, Foto: STSG, Constantin Beyer

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