Begegnungscafé macht Geschichte erlebbar

von Stefanie Kießling / Stadtverwaltung

Treppenanlage im Freien, auf der eine Menschengruppe hinaufsteigt

Bei bestem Sommerwetter traf sich das Begegnungscafé Bad Liebenstein am Dienstag zu einem gemeinsamen Nachmittag an der Burgruine. Auch wenn die Gruppe aufgrund der Urlaubs- und Prüfungszeit etwas kleiner ausfiel als sonst, bot das Treffen zahlreiche Gelegenheiten für neue Begegnungen, spannende Geschichten und anregende Gespräche.

Dank der Natur- und Heimatfreunden Bad Liebenstein erkundeten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Burgruine – ein Wahrzeichen über den Dächern der Stadt. Christian Jäger nahm die Gruppe mit auf eine Reise in die Zeit der Burgherren und erzählte Wissenswertes über die Geschichte der Burg. Dabei durfte natürlich auch die Sage von der Kuh und der Entdeckung des Heilwassers nicht fehlen. Ein besonderer Höhepunkt war für viele die Besteigung des Burgturms mit anschließendem Ausblick über Bad Liebenstein und das Werratal.

Zum zweiten Teil des Nachmittags kam die Gruppe an der Blockhütte der Natur- und Heimatfreunde zusammen. Dort spannte Fritz-Eberhard Reich, langjähriger Vorsitzender des Vereins und ehemaliger Bürgermeister Bad Liebensteins, den Bogen von den Anfängen der Kurstadt bis zu ihrer Entwicklung als bedeutender Gesundheitsstandort. Gemeinsam mit Martina Luther und Cornelia Pissarek entwickelten sich daraus viele Gespräche über Heimat, Natur, Kultur und die Bedeutung des Kurwesens – früher wie heute.

Heute leben und arbeiten Menschen aus mehr als 40 Nationen in Bad Liebenstein. Viele von ihnen sind in den Kliniken tätig und leisten einen wichtigen Beitrag für die Gesundheitsversorgung der Stadt. Das Begegnungscafé möchte ihnen die Möglichkeit geben, Menschen kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen und Bad Liebenstein nicht nur als Arbeitsort, sondern auch als Lebensmittelpunkt zu erleben. Genau dafür bot der gemeinsame Nachmittag einen passenden Rahmen.

Zum Gelingen des Treffens trugen auch die m&i-Fachklinik Bad Liebenstein und die Heinrich-Mann-Klinik mit Getränken und frischem Obst bei. Auch die Kinder- und Jugendkunstschule unterstützte das Draußenformat wieder logistisch.

Das nächste Begegnungscafé findet am 1. September in der Kinder- und Jugendkunstschule statt. Dann stehen die unterschiedlichen Musikkulturen der Teilnehmer im Mittelpunkt.

 

Hintergrund

Das Begegnungscafé findet seit diesem Jahr regelmäßig in Bad Liebenstein statt. Die Integrationsbeauftragte der Stadt, Sofia Lagidze, organisiert das Angebot gemeinsam mit zahlreichen Partnern und Unterstützern. Ziel ist es, Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenzubringen, das Ankommen in Bad Liebenstein zu erleichtern, Kultur und Sprache kennenzulernen und zu üben.

Wer das Begegnungscafé mitgestalten oder unterstützen möchte – sei es mit einer Idee, praktischer Hilfe, kulinarischen Angeboten –, kann sich jederzeit an Sofia Lagidze wenden.

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